Performativity of things

Ist Kleidung performativ? 

 

MA_Thesis Sarah Ama Duah 


„Performativity of things“

 

Das interdisziplinäre Projekt „Performativity of things“ ist im Rahmen meiner Masterabschlussarbeit im Fachbereich Modedesign entstanden. In diesem Zusammenhang fand eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema der Performativität von Kleidung im Kontext der Mode statt. „Dinge“ gelten in der Regel als nicht performativ, da sie nicht handeln können. Aufgrund der engen Beziehung zum menschlichen Körper, lohnt es sich im speziellen Kleidung und ihr performatives Potential erneut in den Blick zu nehmen. 

 

 

Die Arbeit ist in 4 Phasen eingeteilt:

 

1.Eine theoretische Auseinandersetzung mit der Leitfrage: Ist Kleidung performativ? Insbesondere bezogen auf Kleidung im Modekontext.

 

2. Die praktische Arbeit am Kleidungsstück. Es ist eine Serie aus „tragbaren“ Silikonabdrücken entstanden. Die Abdrücke wurden von zuvor präparierten 2nd Hand Basis-Kleidungsstücken abgenommen. Bisher besteht die Serie aus folgenden Teilen: Jacke, Hose, Rock, Kleid,   Pullover, Shirt, Unterwäsche, Cadigan und Shorts. Das verwendete Silikon ist transparent und   vor seiner Verarbeitung  flüssig. Das machte es möglich auch die feinen textilen Strukturen der Kleidung abzubilden. Als Material finde ich es Interessant, weil es so vielseitige Eigenschaften besitzt. Es ist gummiartig, glänzend, widerstandsfähig, wasserabweisend und weich. Es ist    Material der Beschichtung, Isolation und Verbindung.

 

3. Körper_Kleidbeziehung. Die Tänzerin Esra Vianne Graul wurde gebeten, sich mit den Silikonabdrücken  performerisch auseinanderzusetzen. Nach den Proben haben wir uns entschieden, dass die Abdrücke wie Kleidung am Körper getragen werden sollen. Da das Tragen von Kleidung als permanente bewusste und/oder unbewusste Auseinandersetzung zwischen Körper und Kleid begriffen werden kann. In diesem  Zuge wurde auch danach geforscht, inwiefern Kleidung unseren Körper performt und sichtbar macht. In Zusammenarbeit mit der Fotografin Conny Kirste ist eine Fotoserie entstanden.

 

4. Videoarbeit. Im letzten Teil wird die Abdruckserie in Zusammenarbeit mit dem Cinematographen und Kameramann Jasper Techel und Esra in einer experimentellen   Videoarbeit inszeniert. Es wird nach Möglichkeiten gesucht, Kleidung mit zusätzlichen  Bedeutungsebenen zu versehen und diese bspw. durch die Form der Präsentation    „aufzuladen“.

 

 

 

             Kleiderabdruck-Serie: Top, Unterhose, Cadigan, Pullover, Hose, Rock, Shorts, Jacke, Shirt, Kleid/ Silikon transparent/ 2017

Part 3 KLEID_KÖRPERBEZIEHUNG

Tänzerin_Esra Vianne Graul

Fotos_Conny Kirste

Konzept/Silikonabdrücke_Sarah Ama Duah

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Heft_Körper_Kleidbeziehung.pdf
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Part 4 Videofragmente

 

Kamera/Licht_ Jasper Techel

 

Tänzerin_ Esra Vianne Graul

 

Regie/Silikonabdrücke_ Sarah Ama Duah